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Unsere Strategie

EWE bietet alle Voraussetzungen für das Zusammenwachsen der Märkte für Energie, Telekommunikation und Mobilität. Diese Kompetenz und Erfahrung bringen wir auch in das Projekt enera ein. Im Projekt soll gezeigt werden, wie die Energiewende in einer Region funktionieren kann, in der die Stromgewinnung aus erneuerbarer Energie den Verbrauch zeitweise bereits um das Doppelte übertrifft.

Wie können wir unsere Kunden sicher mit immer mehr regenerativer Energie versorgen?

Wie kann das Leben mit immer mehr regenerativer Energie für unsere Kunden komfortabler werden?

Diese beiden Fragen stellt sich die gesamte Energiewirtschaft. EWE will sie durch enera beantworten: Gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium haben sich mehr als 30 Unternehmen aus ganz Deutschland unter diesem Namen zu einem Forschungskonsortium zusammengefunden, um zwei Ziele zu verfolgen:

  • In der Modellregion Aurich – Wittmund – Friesland errichtet enera ein „Energienetz der Zukunft“, mit dem Erzeuger und Verbraucher gemeinsam mit dem  Netzbetreiber die Stabilität der Energieversorgung sichern.
  • enera testet und entwickelt in der Modellregion neue Produkte für den privaten Haushalt: Basis dieser Produkte sind die Daten, die durch die Vernetzung der genannten Teilnehmer anfallen.
Intelligente Zähler

In einem ersten Schritt werden 29.000 Haushalte und Unternehmen in der Modellregion mit intelligenten Zählern ausgerüstet. Der Gesetzgeber schreibt den Einbau  dieser „Smart Meter“ bei Kunden vor, die mindestens 10.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr beziehen. Diese Grenze erreichen die meisten Privathaushalte jedoch  nicht. Ein Großteil der anfallenden Kosten übernimmt daher enera.

Ein Smart Meter gibt Kunden eine detaillierte und minutengenaue Übersicht über den Verbrauch ihrer elektrischen Geräte. So können „Stromfresser“ identifiziert  werden. Alle Geräte lassen sich zudem vom Handy aus bedienen, zum Beispiel lässt sich so die Beleuchtung der Wohnung verändern, ohne dazu von Lampe zu Lampe gehen zu müssen. Darüber hinaus ermöglicht der intelligente Zähler, den jeweiligen Stromverbrauch dem Stromerzeugungsaufkommen der Windenergie- und Solaranlagen anzupassen, also zum Beispiel Waschmaschine, Trockner oder Warmwasserboiler in den Stunden anzuschalten, in denen der Wind stark weht oder in denen nachts generell weniger Strom benötigt wird.

Wer nicht nur Strom bezieht, sondern auch selbst erzeugt oder nicht benötigten Strom aus einem Hausspeicher oder einer Autobatterie anderen Verbrauchern zur  Verfügung stellen möchte, kann dies ebenfalls über den intelligenten Zähler steuern. Auch der Aufbau eines lokalen Stromhandels wäre möglich. Nicht zuletzt lässt sich die Kommunikationsschnittstelle der Smart Meter zum Schutz vor Feuer- und Wasserschäden nutzen. All dies soll möglichst unkompliziert geschehen, damit es  von möglichst vielen Kunden angenommen wird.

Daher entwickelt enera Apps und Tarife, die verschiedene Funktionen bündeln und über die sich Automatismen einstellen lassen. Der individuelle Stromverbrauch des Kunden folgt dann zwar komplexen Regeln (die auf Wunsch auch transparent sind), doch kann er dieses System sehr einfach und mit wenig Zeitaufwand  bedienen. Die an enera beteiligten Unternehmen betonen, dass sie bei der Entwicklung neuer Produkte nicht allein bleiben wollen. Um möglichst viel Kreativität in die Modellregion zu leiten, entwickelt enera daher eine Plattform, auf der alle interessierten Entwickler beispielsweise Apps anbieten können. Der Entstehungsprozess der neuen Energieversorgung von morgen wird deshalb viele Väter und Mütter haben.

Intelligentes Netz

Der intelligente Zähler macht das Leben nicht nur leichter, er soll auch die Verteilung von regenerativem Strom sicher und bezahlbar machen.

Die Modellregion wurde nicht zuletzt deshalb ausgewählt, weil die Energieerzeugung an der Küste heute den maximalen Stromverbrauch an manchen Tagen bereits um das Doppelte  übertrifft. Die Verkabelung in der Region stammt aber weitgehend aus der Zeit vor der Energiewende. Die Stromkabel waren bedarfsgerecht auf die Versorgung der vorhandenen Haushalte und Unternehmen ausgelegt. Heute müssen sie in der Spitze die doppelte Strommenge aufnehmen. Das Netz müsste also  für viel Geld ausgebaut werden, es sei denn, es gelänge, es durch die vorhandenen Kupferkabel intensiver zu nutzen.

Daher stattet enera das Netz mit einer Vielzahl von Sensoren, digitaler Mess- und Regeltechnik sowie flexiblen Transformatoren aus, um Informationen über die örtlichen Netzzustände zu erhalten und seine Transportfähigkeit gezielt auszubauen. Das intelligente Stromnetz liefert deshalb nicht nur Strom, sondern ebenso wichtige Daten, die für eine bedarfsgerechte Steuerung unerlässlich sind.

Intelligenter Stromhandel

Um Kunden sicher mit immer mehr regenerativer Energie zu versorgen, digitalisiert enera nicht nur das Netz und betrachtet den Kunden als aktiven Partner: Ein dritter wesentlicher Baustein beschäftigt sich mit der Integrationsfähigkeit von regenerativem Strom in den Strommarkt. Das klingt kompliziert, hängt aber im Wesentlichen von einer sehr konkreten Fragestellung ab: Wie zuverlässig gelingen die täglichen Wetterprognosen? Denn es gilt: Je früher und genauer alle  Beteiligten wissen, wann (und wo) regenerativer Strom in ausreichender Menge zu haben ist oder wann (und wo) er knapp werden könnte, umso besser können  Strombörsen genutzt werden, stromintensive Produktionsvorgänge sicherzustellen, Speicher zu füllen und private Haushalte bedarfsoptimiert zu versorgen. Die  Stromversorgung folgt damit den Grundsätzen der Marktwirtschaft, in der Stromnachfrage und Stromangebot sich die Waage halten und starke Preisschwankungen zukünftig immer besser vermieden werden können.

Für die Energiever-
sorgung von morgen

… mit digitaler
Intelligenz
in Zähler, Netz
und Stromhandel.