Navigation

Umwelt

Anspruch von EWE ist es, wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung für den Schutz von Natur und Umwelt zu verbinden. Deshalb haben wir eine Konzernfunktionsrichtlinie Umweltmanagement etabliert und den Umwelt- und Naturschutz fest in unserem Verhaltenskodex verankert. Das gilt für unsere Anlagen, unser Verhalten und unsere Produkte.

Ressource Umwelt
Klimaschutz *NFE*

Konzept


Der EWE-Konzern hat für einen Großteil der Anlagen und Gesellschaften Umweltmanagementsysteme nach EMAS und ISO 14001 etabliert. In diesem Rahmen werden Anlagen auch in Bezug auf ihre klimarelevanten Risiken bei störungsfreiem und gestörtem Betrieb bewertet und ggf. Maßnahmen zur Risikominimierung eingeleitet.  außerdem betreiben wir ein Krisen- und Notfallmanagement, in dem Handlungsanweisungen zum Verfahren bei einem Notfall wie einer größeren Störung in einem  Kraftwerk beschrieben sind. EWE baut seine Aktivitäten in Wind Onshore aus und verfolgt Investitionen in das Geschäftsfeld Wind Offshore punktuell. Wir ziehen uns  weiter aus der Vermarktung der konventionellen Erzeugung zurück, sind jedoch weiterhin engagiert in konventionellen Kundenanlagen bzw. Wärmeversorgung.

Der  Umweltbeauftragte des EWE-Konzerns wird ab 2018 jährlich einen Bericht für den Vorstand erstellen. Darin enthalten sind CO2-Kennzahlen sowie das Ergebnis der  Überprüfung der Einhaltung des geltenden Umweltrechts.

Konzernziel ist es, die spezifischen CO2-Emissionen aus unserer Stromproduktion1 bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zum Ausgangsjahr 2005 zu reduzieren sowie die erneuerbaren Energien auszubauen und sich aus der konventionellen Erzeugung zurückzuziehen.

Ausgewählte Maßnahmen 2017

  • Der Kauf von zwei Windprojektierungsgesellschaften, der TURBOWIND ENERGIE GmbH und der Gewi regenerative Energien Gruppe, erweitert unsere Projektierungskapazität.
  • Die EWE-Tochter swb CREA hat Windenergieanlagen mit einer Leistung von 15,5 Megawatt (MW) in Betrieb genommen.
  • EWE ERNEUERBARE ENERGIEN hat die erneuerbare Erzeugungskapazität durch den Zukauf von vier Windparks mit einer Gesamtleistung von 38 MW gesteigert.
  • Das hocheffiziente Erdgaskraftwerk Gemeinschaftskraftwerk Bremen (GKB), an dem EWE über die Tochter swb beteiligt ist, hat sein erstes Betriebsjahr mit einer Produktion von 1,9 Mio. Megawattstunden Strom absolviert.

Ergebnisse  Die spezifischen CO2-Emissionen der Stromproduktion sanken von 563 Gramm pro Kilowattstunde (g / kWh) im Jahr 2016 auf 504 g / kWh 2017. Gegenüber dem Ausgangswert im Jahr 2005 konnte der spezifische CO2-Wert somit um 39 Prozent reduziert werden. Das 2014 definierte Ziel einer Reduktion um 40 Prozent ist damit schon jetzt fast erreicht. Ein Grund für diese Entwicklung ist die hohe Stromproduktion des Gemeinschaftskraftwerks Bremen. Hinzu kommt neben dem guten Windjahr 2017, dass der Offshore-Windpark RIFFGAT erstmalig das ganze Jahr in Betrieb war und die Windkraft Onshore ausgebaut wurde.  39 % Reduktion der spezifischen CO2-Emissionen gegenüber 2005

1 Eingeflossen sind hier konventionelle Heizkraftwerke und Kraftwerke, BHKWs, Müllverbrennungsanlagen, Winderzeugungsanlagen, Biogasanlagen und Wasserkraftanlagen des EWE-Konzerns inkl. anteiliger Kapazitäten aus At-equity-Beteiligungen, jedoch ohne Emissionen des durch Dritte betriebenen gichtgasbetriebenen Blocks 4. In die CO2-Emissionsdaten sind, im Gegensatz zu den Vorjahren, in geringem Maße Schätzwerte eingeflossen

2 Enthalten sind eigene Erzeugungskapazitäten sowie Kapazitäten aus At-equity-Beteiligungen und des durch Dritte betriebenen gichtgasbetriebenen Blocks 4. Waste to Energy ist in dieser Darstellung vollumfänglich der konventionellen Erzeugung zugeordnet, auch wenn gemäß EEG rund die Hälfte der aus Abfall erzeugten Energie als regenerativ gilt. Geprüft sind nur die Werte für das Berichtsjahr 2017

Innerbetrieblicher Ressourcenverbrauch

Konzept

Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen bezieht auch die internen Energieverbräuche ein, die zum Beispiel durch unsere Liegenschaften oder den Fuhrpark verursacht werden. Dafür hat EWE in den Gesellschaften mit hohen Energieverbräuchen zertifizierte Energiemanagementsysteme eingeführt. Da die Energie, die wir  verbrauchen, im Vergleich zu der, die wir selbst erzeugen, von nachrangiger Bedeutung ist, ist der innerbetriebliche Ressourcenverbrauch kein Teil der nichtfinanziellen Erklärung.

Den Rahmen für die Energieziele bildet die Energiepolitik der jeweiligen Gesellschaft. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu optimieren und die Energieeffizienz zu steigern. Dies berücksichtigen wir bei der Planung, dem Bau und der Sanierung von Gebäuden und Anlagen genauso wie bei der Beschaffung von Produkten,  Anlagen und Dienstleistungen. Bis Ende 2019 wollen wir beispielsweise den Verbrauch von Strom und Wärme pro Quadratmeter Nettogeschossfläche unserer  Verwaltungsgebäude und Bezirksmeistereien um 7,5 Prozent gegenüber 2014 reduzieren.

Gemäß ISO 50001 prüfen der Vorstand und die Geschäftsführung der Gesellschaften das Energiemanagement jährlich, um dessen fortdauernde Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit sicherzustellen. Die Prüfung umfasst die Energiepolitik, die Erreichung der Energieziele sowie die Umsetzung der  Effizienzmaßnahmen aus dem Energieprogramm. Bewertet werden dabei auch die Einhaltung gesetzlicher Regelungen und die Auswirkungen neuer rechtlicher Bestimmungen auf die Organisation.


Ausgewählte Maßnahmen 2017

  • Durch die Optimierung der Kühlung eines zweiten großen Rechenzentrums der EWE TEL und weitere Effizienzsteigerungen konnte der jährliche Stromverbrauch um circa 400.000 kWh gesenkt werden.
  • Die Beleuchtung im EWE-Hauptlager wurde auf LED-Technik umgestellt. Die voraussichtliche Reduzierung des Stromverbrauchs wird über 100.000 kWh pro Jahr betragen.

 

Ergebnisse  2017 hatten elf Gesellschaften des EWE-Konzerns mit besonders hohen Verbräuchen ein Energiemanagementsystem eingeführt. Der Stromverbrauch der  Verwaltungsgebäude, Bezirksmeistereien und Shops konnte von 129 (2014) auf 117 kWh pro Quadratmeter (2017) gesenkt werden. Dies entspricht einer  Reduzierung von 9,3 Prozent gegenüber 2014. Damit haben wir das erst für 2019 anvisierte Ziel schon 2017 erreicht. 9,3 % Reduktion des Stromverbrauchs gegenüber 2014
Biodiversität

Neben den positiven Auswirkungen auf die Klimabilanz bedeuten Windkraftanlagen immer auch einen Eingriff in die Umwelt. Daher achtet EWE darauf, den Zubau der Windenergie unter Berücksichtigung der geforderten Umweltauflagen verträglich zu gestalten. Es ist ein Anliegen von EWE, beim Anlagenbau Ausgleichsflächen für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Zum Beispiel hat EWE beim Bau des Windparks Bakum Ausgleichsflächen im nahen Umfeld geschaffen. So wurde Acker- in  Grünland umgewandelt sowie Senken und ein Stillgewässer angelegt.