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Verantwortungsvolle Unternehmensführung

Verantwortungsvolle Unternehmensführung

Die EWE AG ist als Managementholding konzipiert. Ihre Aufgabe ist die Werterhaltung und Wertsteigerung des Konzerns. Dabei steuert der Vorstand den Konzern und die Konzernsegmente.

Die strategische Ausrichtung der Steuerungsebenen wird in Managementmeetings regelmäßig einer Überprüfung unterzogen, unter  Berücksichtigung interner Analysen und Betrachtungen des Umfelds des EWE-Konzerns.

Zudem beziehen wir in unregelmäßigen Abständen die Interessen unserer Stakeholder im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse ein, aus der wir die für den EWE-Konzern wesentlichen nichtfinanziellen Themenfelder ableiten.

Zur Steuerung von finanziellen und nichtfinanziellen Belangen werden auf Basis von Kennzahlen oder Fortschrittskriterien messbare Ziele vereinbart und in Managementmeetings regelmäßig überprüft.

In der Energiewirtschaft verlieren etablierte Geschäftsmodelle durch die aktuellen technologischen Entwicklungen, ein verändertes Kundenverhalten und Anpassungen im Wettbewerbsumfeld zunehmend an Ertragskraft. Neue Geschäftsmodelle bergen sowohl Chancen wie Risiken. Deshalb hat sich der EWE-Konzern  2016 auf den Wandel strategisch neu ausgerichtet und seine Anpassungsfähigkeit an die veränderte Marktsituation durch Partnerschaften und Kooperationen erhöht.

Ebenfalls im Jahr 2016 wurde im Restrukturierungsprojekt Holding 2.0 das Führungsverständnis für den Konzern neu definiert. Das Management des EWE-Konzerns ist demnach sowohl finanziell wie nichtfinanziell ausgerichtet. Ein entsprechendes Zielvereinbarungssystem mit monetären und nicht-monetären sowie strategischen und  operativen Zielen wurde für die leitenden Angestellten implementiert.

Die organisatorischen Zuständigkeiten im Rahmen der Führung und Steuerung sind in Konzernfunktionsrichtlinien definiert und dokumentiert, u. a. in den  Funktionsrichtlinien Konzernfinanzen und -risikomanagement, Konzerncontrolling sowie Konzernentwicklung. Um mögliche negative Auswirkungen auf Unternehmen,  Umwelt und Gesellschaft gering zu halten, wurden zudem die Richtlinien Informationssicherheit, Health, Safety und Environment, Krisen- und Notfallmanagement sowie  Datenschutz implementiert.

Unser Verhaltenskodex *NFE*

Wesentliche Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung sind Integrität und transparente Geschäftsabläufe. Richtlinien dazu hat EWE 2012 in einem Verhaltenskodex festgelegt, der sich an den Prinzipien Nachhaltigkeit, Fairness und Sicherheit ausrichtet und Regeln zur Vermeidung von Interessenkonflikten,  den Umgang mit Geschäftspartnern, Geschenken und sensiblen Unternehmensinformationen aufstellt.

Risikovorsorge

Um potenzielle Risiken der Geschäftstätigkeit frühzeitig erkennen und aktiv steuern zu können, hat EWE ein integriertes Risikomanagement im Konzern etabliert.  Damit werden wesentliche Risiken identifiziert und analysiert. Zudem wird das interne Kontrollsystem zur Steuerung und Begrenzung der wesentlichen Risiken  dokumentiert und jährlich auf seine Wirksamkeit geprüft. Der Vorstand der EWE AG wird monatlich, die Aufsichtsgremien werden quartalsweise über die Ergebnisse informiert.

Unternehmerische Verantwortung

Unser Geschäft liegt in einem regulatorischen Umfeld. Dies hat Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Zudem sind wir in Märkten mit intensivem Wettbewerb tätig.  Diesen unternehmerischen Herausforderungen wirken wir mit strategischen Maßnahmen entgegen. So investieren wir in unsere Netzinfrastruktur und sind in der  Lage, auf Anforderungen unserer starken Kundenbasis einzugehen. Mit unserem zentralen Risikomanagementsystem verfolgen wir systematisch die wesentlichen  Risiken, die auf unsere Geschäftsfelder und Konzernaktivitäten einwirken, bewerten diese und definieren Kontrollen zur Risikovermeidung oder -reduktion.

Krisen- und Notfallmanagement

Wir haben ein Krisen- und Notfallmanagement (Business Continuity Management) etabliert, um unsere wichtigsten Geschäftsprozesse und die für ihre Durchführung benötigte Infrastruktur zu schützen und funktionsfähig zu halten. Mit diesem analysieren wir kontinuierlich mögliche Bedrohungsszenarien, wie Naturkatastrophen,   IT-Ausfälle oder Angriffe auf die Infrastruktur, eruieren ihre Auswirkungen und leiten daraus konkrete Maßnahmen und Pläne ab, die in solchen Fällen zur  Aufrechterhaltung des Betriebs umgesetzt werden.

Wesentliche Risiken im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung *NFE*
Entsprechend der seit dem 1. Januar 2017 geltenden Gesetzgebung betrachten wir neben den wesentlichen Risiken für unsere Geschäftstätigkeit auch Risiken, die wesentliche negative Auswirkungen auf die im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung definierten Belange haben.

Dazu wurden zu den einzelnen Belangen von den Verantwortlichen in den Fachabteilungen wesentliche Risiken identifiziert bewertet. Die zu den einzelnen Belangen getroffene Risikoeinschätzung wurde vom Konzernrisikomanagement im Hinblick auf jene Risiken überprüft, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative  Auswirkungen auf die Belange haben könnten. Abschließend wurde auch das im integrierten Risikomanagement dokumentierte Risikoinventar daraufhin überprüft.

In diesen Prüfungen sind keine Risiken festgestellt worden, die zum Berichtszeitpunkt sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Belange haben könnten.

Wesentliche Risiken im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung *NFE*

Entsprechend der seit dem 1. Januar 2017 geltenden Gesetzgebung betrachten wir neben den wesentlichen Risiken für unsere Geschäftstätigkeit auch Risiken, die wesentliche negative Auswirkungen auf die im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung definierten Belange haben.

Dazu wurden zu den einzelnen Belangen von den Verantwortlichen in den Fachabteilungen wesentliche Risiken identifiziert bewertet. Die zu den einzelnen Belangen getroffene Risikoeinschätzung wurde vom Konzernrisikomanagement im Hinblick auf jene Risiken überprüft, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Belange haben könnten. Abschließend wurde auch das im integrierten Risikomanagement dokumentierte Risikoinventar daraufhin überprüft.

In diesen Prüfungen sind keine Risiken festgestellt worden, die zum Berichtszeitpunkt sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Belange haben könnten.

Anti-Korruption *NFE*

Wir sind uns bewusst, dass wir in einem besonderen Fokus der Öffentlichkeit stehen und Integrität die wesentliche Voraussetzung für unseren Geschäftserfolg ist. Die strikte Beachtung der geltenden Gesetze und Vorschriften ist eine wesentliche Voraussetzung zur Vermeidung von möglicherweise erheblichen rechtlichen und  wirtschaftlichen Risiken für EWE und seine Stakeholder.

Konzept
Korruption und Bestechung werden von EWE nicht geduldet. Das bedeutet, dass wir den Anspruch haben, keine Anreize, Bevorzugungen, Vergünstigungen oder  sonstigen Vorteile anzubieten, zu versprechen oder anzunehmen, die darauf abzielen, eine geschäftliche Entscheidung zu beeinflussen oder diesen Anschein  erwecken zu können. Diesen Anspruch haben wir in einem internen Verhaltenskodex formuliert sowie auch in unserem Lieferantenkodex, dem unsere  Geschäftspartner entsprechen müssen.

EWE hat ein Compliance-Management-System (CMS) etabliert, in dem zentrale Aufgaben durch den Compliance-Officer wahrgenommen werden. Unterstützt wird er  von einem funktionsübergreifend besetzten Compliance-Komitee. Außerdem sind auf der Ebene einzelner Gesellschaften Compliance- Beauftragte benannt, die die  Umsetzung der Compliance-Vorgaben in den Tochtergesellschaften steuern. Sie berichten an die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaft und informieren den  Compliance-Officer über fachliche Entwicklungen. Auf Basis dieser Berichte wird vierteljährlich an den Vorstand berichtet. Weitere Compliance-Aufgaben werden von  der Konzernrevision, dem Risikomanagement und bestimmten Sonderbeauftragten wahrgenommen.

Ausgewählte Maßnahmen 2017

Der Aufsichtsrat der EWE AG hat in seiner Sitzung vom 8. September 2017 die Ergebnisse der Abschlussberichte der Prüfungsgesellschaft KPMG, die im Frühjahr und Sommer 2017 mögliches Fehlverhalten bei EWE untersucht hat, diskutiert und eine abschließende Bewertung vorgenommen.

Bereits 2016 haben wir begonnen,  die ComplianceOrganisation einer externen Prüfung zu unterziehen, und Bereiche mit Verbesserungspotenzial identifiziert. Seit Anfang 2017 setzen wir  Verbesserungsmaßnahmen um. Hierzu zählt die Einrichtung einer selbstständigen Stabsfunktion Compliance und Datenschutz in der EWE  AG. Hier und in den dezentralen EWE-Gesellschaften wurden die personellen Ressourcen erweitert. Neben weiteren Schulungen haben wir bei einem Großteil der   Gesellschaften außerdem ein verpflichtendes E-Learning zum Thema Korruptionsprävention durchgeführt.

Ergebnisse  2017 wurden im EWE-Konzern mehr als 3.700 Mitarbeiter1 zum Thema Korruptionsprävention anhand eines verpflichtenden E-Learning geschult (EWE AG: 418  Mitarbeiter). Für die kommenden Jahre strebt EWE die Adressierung eines größeren Mitarbeiterkreises an, die auch mittels eines konzernweit einheitlichen  Lernmanagementsystems erreicht werden soll.

1 EWE AG, EWE NETZ GmbH, EWE TEL GmbH, EWE VERTRIEB GmbH, EWE DIREKT GMBH, EWE ERNEUERBARE ENERGIEN GmbH, EWE GASSPEICHER GmbH, EWE TRADING GmbH, EWE OSS GmbH