Anlagen und Netze

UNSER STROMNETZ: EFFIZIENT UND ZUVERLÄSSIG

Zur verbesserten Integration der erneuerbaren Energien haben wir auch 2016 das Netz weiter mit einer intelligenten Technik ausgestattet (Smart Grid). Bei EWE NETZ liegt der Anteil an erneuerbaren Energien bei 80 Prozent. Zurzeit gibt es im Stromnetz von EWE 270 regelbare Ortsnetztransformatoren, die eine effiziente Steuerung der Spannung ermöglichen.

ENERA – FÜR DIE ENERGIEWENDE IN DEUTSCHLAND

Ende 2016 hat das Projekt enera einen Förderbescheid über 50 Mio. Euro vom Bund bekommen. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, das Energiesystem in den Landkreisen Friesland, Aurich und Wittmund sowie der Stadt Emden durch den Einsatz intelligenter Technologien zukunftsfähig und flexibel zu gestalten und weitgehend zu digitalisieren. Geplant ist unter anderem der Rollout von rund 32.000 intelligenten Messsystemen in der Modellregion. Die Ergebnisse sollen später deutschlandweit übertragbar sein.
siehe PDF Integrierter Bericht 2016, Seite 25
www.energie-vernetzen.de

STROMERZEUGUNG: ERNEUERBARE AUF DEM VORMARSCH

EWE hat weiter in den Ausbau der Windenergie an Land investiert. siehe PDF Integrierter Bericht 2016, Seite 20 Der Fokus liegt künftig auf Projekten im Bereich erneuerbarer Energien, auch in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen und Bürgern. In den nächsten Jahren wird EWE sich aus der konventionellen Erzeugung sukzessive zurückziehen und auf Projekte mit Kunden und Partnern konzentrieren. Insgesamt sind derzeit drei Kraftwerksblöcke bei unserem Tochterunternehmen swb in Betrieb. Ende 2016 wurden Block 5 und 14 nach der Kaltreserve endgültig stillgelegt. Nach mehreren baulich bedingten Verzögerungen ist am 1. Dezember 2016 das Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk in den Regelbetrieb gegangen. swb hat das Projekt gemeinsam mit Partnern aus der Energiewirtschaft realisiert. Darunter auch die DB Energie, die einen Großteil der Leistung abnimmt. Das neue Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von rund 445 MW netto bietet einen Wirkungsgrad von über 58 Prozent. Moderne Kohleanlagen haben einen Wirkungsgrad von nur ca. 45 Prozent.

Foto: Windenergie
Seit 25 Jahren investiert EWE in Windenergie. EWE konzentriert sich in Zukunft noch stärker auf den Ausbau der Erneuerbaren.

Umfangreicher Breitbandausbau für eine zunehmend vernetzte Region

Direkte Glasfaserhausanschlüsse sind die Zukunft der Breitbandinfrastruktur. Bei ihnen wird komplett auf leistungsdämpfende Kupferkabel verzichtet, sodass sie hohe Bandbreiten und dadurch ein „schnelles Internet“ garantieren. EWE bietet bereits fast 90.000 Haushalten die Möglichkeit, einen direkten Glasfaserhausanschluss zu erhalten. Diese Zahl wird sich in naher Zukunft stark erhöhen: Wir planen in den kommenden zehn Jahren über 1 Mrd. Euro in einen umfassenden Glasfaserausbau zu investieren. Der Ausbau des Glasfasernetzes ist eine wesentliche Voraussetzung für unsere Entwicklung zum führenden Energieunternehmen für Deutschlands Norden.

Woran wir in Zukunft weiter arbeiten

Die zunehmende Integration der erneuerbaren Energien bedingt langfristig den Rückzug aus der konventionellen Energieversorgung. Die im Segment Erneuerbare, Netze und Gasspeicher geplanten Investitionen für 2017 belaufen sich auf ca. 345 Mio. Euro. Dies sind überwiegend Investitionen in die Infrastruktur der Strom-, Gas- und Telekommunikationsnetze (ca. 206 Mio. Euro) und Investitionen in den Offshore-Windpark TWB II und Onshore-Windparks (ca. 116 Mio. Euro).

Bedeutung

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und veränderte Kundenerwartungen erfordern eine Flexibilisierung und den Umbau der Infrastruktur, die wir als Dienstleister zur Verfügung stellen. Wir kennen die regionalen Herausforderungen und statten unser Stromnetz mit intelligenter Steuerungstechnik aus. Die Chancen, die uns die Digitalisierung dafür bietet, nutzen wir. Mit der systematischen Verknüpfung der Bereiche Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie schaffen wir eine Basis für zukunftsweisende und intelligente Energiesysteme. Mit unseren Erzeugungsanlagen und Gasspeichern gewährleisten wir Versorgungssicherheit.

AUSGEWÄHLTE MASSNAHMEN 2016

  • Smart Grid: Stromnetz weiter umfassend umgebaut, zum Beispiel sind inzwischen 60 Prozent aller Schaltanlagen mit einem Glasfaseranschluss ausgerüstet.
  • Breitbandausbau: Milliarden-Projekt für Glasfaserausbau beschlossen
  • enera setzt Maßstäbe für die Energiewende.
  • EWE NETZ als einer der ersten deutschen Netzbetreiber gemäß IT-Sicherheitsgesetz zertifiziert: Der Gesetzgeber hat die Betreiber „kritischer Infrastrukturen“ dazu verpflichtet, die Informationssicherheit zu erhöhen und dies durch eine Zertifizierung nachzuweisen. EWE NETZ hat 2016 erfolgreich das Zertifizierungsaudit für den Betrieb der Strom- und Gasnetze bestanden.
  • Kooperationsprojekt: Hocheffizientes Erdgas-Kraftwerk am 1. Dezember 2016 in Betrieb genommen
  • Intelligentes Messwesen: EWE Mitbegründer von Gemeinschaftsunternehmen GWAdriga, Dienstleister für Gateway-Administration und Messdaten-Management

siehe Pressemitteilung vom 25. Mai 2016, www.ewe.com/de/presse oder www.gwadriga.de

Wertschöpfung

Infrastrukturinvestitionen 2016
EWE NETZ investierte im Berichtsjahr 162,4 Mio. Euro
Ausbau der Breitbandinfrastruktur

Im Jahr 2016 investierte EWE rund 61 Mio. Euro in den Breitbandausbau. Für die nächsten zehn Jahre sind Investitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro geplant. Damit trägt EWE wesentlich zur Digitalisierung im Nordwesten von Deutschland bei.
Smart Grid

Bei unerwarteten Schwankungen in der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ist das Stromnetz von EWE NETZ intelligent steuerbar und reagiert zunehmend automatisch, bevor kritische Zustände entstehen.
Versorgungssicherheit Erdgas

Mit 38 Kavernen im Portfolio leistet EWE einen Beitrag zur Versorgungssicherheit für den Fall von Lieferengpässen.