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Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2017 vom Vorstand regelmäßig und umfassend über die Lage der Gesellschaft, alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung des Unternehmens mündlich und schriftlich berichten lassen und die Geschäftsführung laufend überwacht.

Im Aufsichtsrat wurden alle Maßnahmen, die nach Gesetz und Satzung der Zustimmung bedürfen, eingehend erörtert und die notwendigen Entscheidungen getroffen. In insgesamt  neun Sitzungen im Jahr 2017 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Jahres- und Konzernabschluss, der aktuellen Ertragslage einschließlich des  Risikomanagementsystems, den Investitionen und ihrer Finanzierung sowie einzelnen bedeutenden Geschäftsvorgängen befasst und zu den ihm per Gesetz oder Satzung zugewiesenen Gegenständen Beschlüsse gefasst. Im Vordergrund standen vor allem Beratungen über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie Beratungen über das Türkei-Engagement vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Situation und Beratungen sowie Beschlussfassungen über Investitionsentscheidungen im Wachstumsfeld Windenergie. Im Rahmen einer Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren hat der Aufsichtsrat u. a. die Beauftragung  von zulässigen Nichtprüfungsleistungen an den Wirtschaftsprüfer gebilligt.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat sich über die neuen gesetzlichen Anforderungen an die nichtfinanzielle Berichterstattung und die vom Vorstand geplante Gestaltung der zukünftigen nichtfinanziellen Erklärungen der EWE AG berichten lassen. Hierzu hat der Aufsichtsrat beschlossen, die nichtfinanziellen Erklärungen über die  gesetzliche Prüfungspflicht hinaus durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young auch inhaltlich mit begrenzter Sicherheit prüfen zu lassen.

Zudem fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse zur Beendiung der Organstellung und zur Aufhebung des Anstellungsvertrags mit dem Vorstandsvorsitzenden Matthias Brückmann. Der Aufsichtsrat hat zudem über die Nachbesetzung vakanter Vorstandspositionen Beschluss gefasst und Herrn Stefan Dohler zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Frau Marion Rövekamp wurde zum Vorstand Personal und Herr Dr. Urban Keussen zum Vorstand Technik bestellt. Die neu bestellten  Vorstandsmitglieder treten ihr Amt jeweils im Geschäftsjahr 2018 an, die Bestellungen erfolgten jeweils für Daten im Geschäftsjahr 2018. Die interne Revision hat  dem Aufsichtsrat gegenüber regelmäßig über die durchgeführten Revisionsprüfungen berichtet. Vor dem Hintergrund anonymer Hinweise zu Rechtsverstößen,  insbesondere im Hinblick auf Spendenzusagen und regelwidrige Auftragsvergaben, wurden externe forensische Prüfungen beauftragt. Die Untersuchungsergebnisse  waren Gegenstand intensiver Aufsichtsratsbefassung.

Im Aufsichtsrat der EWE AG gab es seit dem 1. Januar 2017 folgende Veränderungen: Herr Dr. Frank Mastiaux, Herr Peter Meiwald und Herr Dr. Stephan-Andreas Kaulvers sind als Vertreter der Anteilseigner aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Anteilseignervertreter wurden Herr Bernd-Carsten Hiebing, Herr Henning R.  Deters und Herr Jürgen Löcke in den Aufsichtsrat gewählt. Dem bisherigen Vorsitzenden des Aufsichtsrats folgt Herr Bernhard Bramlage nach. Als neues Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses und zu dessen Vorsitzendem gewählt wurde Herr Jürgen Löcke. Zudem ist mit Ablauf des 31. Dezember 2017 Herr Wolfgang Behnke aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre engagierte, konstruktive Mitarbeit sowie für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens.

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats haben mit dem Vorstand die Sitzungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitet. Insgesamt fanden vierzehn Sitzungen des  Präsidiums sowie fünf Sitzungen des Arbeitsausschusses und vier Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses statt. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz trat zu keiner Sitzung zusammen.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der EWE AG und der IFRS-Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht  der EWE AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 sind von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die auf Beschluss der  Hauptversammlung vom 16. Mai 2017 zum Abschlussprüfer bestellt und vom Aufsichtsrat daraufhin beauftragt wurde, geprüft und mit einem uneingeschränkten  Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Berichte des Abschlussprüfers sind dem Aufsichtsrat ausgehändigt worden; sie wurden in die Aussprache und Prüfung  des Jahres- und Konzernabschlusses einbezogen und zur Kenntnis genommen. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses am  15. März 2018 sowie an der Jahresabschlusssitzung des Aufsichtsrats am 12. April 2018 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für Erläuterungen zur Verfügung gestanden. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen den vom Vorstand aufgestellten
Jahres- und Konzernabschluss, den Bericht über die Lage der EWE AG und des Konzerns sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat am heutigen Tage den Jahresabschluss festgestellt, den Konzernabschluss gebilligt und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.

Der nach § 312 AktG vom Vorstand aufzustellende Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 313 AktG liegt vor. Er wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Nach eigener Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zu und erklärt, dass gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen zu erheben sind.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Betriebsräten für die im Geschäftsjahr 2017 geleistete Arbeit seinen Dank  und seine Anerkennung aus.

Oldenburg, 12. April 2018

Der Aufsichtsrat

Signatur Bramlage

Bernhard Bramlage
Vorsitzender