Umwelt

WINDKRAFT ON- UND OFFSHORE

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien setzt EWE seit über 25 Jahren vor allem auf Windkraft. EWE betreibt Anlagen mit einer Leistung von rund 220 MW onshore (an Land) und rund 142 MW offshore (auf See). Fürr die Inbetriebnahme des Windparks Hatten (acht Anlagen) sind umfangreiche Naturschutzmaßnahmen umgesetzt worden. Die 16 Anlagen in Köhlen sind ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der PNE Wind AG und EWE und gelten als einer der größten Windparks Norddeutschlands. An beiden Windparks konnten sich Bürger und Kommunen finanziell beteiligen.

CO2-EMISSIONEN DER STROMPRODUKTION

Die Erhöhung der spezifischen CO2-Emissionen des erzeugten Stroms ist hauptsächlich auf die geringere Produktion aus Windkraft zurückzuführen. 2016 war im Vergleich zu 2015 ein schlechtes „Windjahr“. Dieser Umstand und der mehrmonatige Ausfall des Windparks Riffgat wegen eines technischen Problems führten zu einer geringeren Produktion aus Windkraft. Aus der Inbetriebnahme des hocheffizienten Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks in Bremen im Dezember 2016 resultierten noch keine relevanten positiven Auswirkungen auf die CO2-Emissionen für das Berichtsjahr (siehe Schaubild).
siehe PDF Integrierter Bericht 2016, Seite 23

Spezifische CO2-Emissionen unserer Stromproduktion
Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Strom

Elektromobilität: Erfolgsfaktor LadeInfrastruktur

Voraussetzung für eine weitere Verbreitung der Elektromobilität ist der Ausbau des Stromtankstellennetzes. EWE und die Bremer Tochter swb betreiben deutschlandweit über 240 öffentliche Ladepunkte (Stand 2016), davon 120 im EWE-Gebiet im Nordwesten. Weiterhin hat EWE die Ausschreibung eines Elektrofuhrpark-Kunden mit rund 100 Ladepunkten gewonnen. EWE bietet im Fuhrparksegment die Netzanbindung von Ladepunkten an, deren Betrieb und Wartung, die Verbrauchserfassung und die Energielieferung. Mehr Informationen zur Elektromobilität bei EWE.
www.ewe.de/emobility

Woran wir in Zukunft weiter arbeiten

Die Produktion aus Windenergie wird weiter ausgebaut. Für 2017 sind dafür Investitionen in Höhe von rund 116 Mio. Euro eingeplant. Beim Thema Elektromobilität werden wir den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Nordwesten auch zukünftig stark vorantreiben. Bis Ende 2017 wollen wir die Zahl der Ladepunkte im EWE-Gebiet im Nordwesten von 120 auf 240 verdoppeln. Zum Beispiel stattet EWE 60 Standorte der Supermarktkette Edeka mit Ladesäulen aus. Für unsere Privatkunden denken wir weiterhin in ganzheitlichen Lösungen. Beispiel: Mit Wallboxen ermöglichen wir das zügige Laden von Elektrofahrzeugen zu Hause. Eigenheimbesitzer können mit einer Solaranlage in Verbindung mit dem EQOO-Hausspeicher durchschnittlich 70 Prozent ihres Strombedarfs selbst produzieren und nutzen.

Bedeutung

Als Unternehmen, das die Energiewende aktiv mitgestaltet, wollen wir die Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen voranbringen. Wir entwickeln Lösungen, um die wetterabhängigen Produktionsschwankungen der Erneuerbaren auszugleichen und sichern zu jeder Zeit eine zuverlässige Energieversorgung. Dabei entspricht es unserem Selbstverständnis, mit der Ressource Umwelt verantwortungsvoll umzugehen. Wir kontrollieren und reduzieren konzernweit unseren Energieverbrauch, sensibilisieren unsere Mitarbeiter für die Auswirkungen ihres Verhaltens und schulen sie in Energiethemen, die für die Umwelt wichtig sind. An der Reduktion der CO2-Emissionen aus unserer eigenen Stromerzeugung arbeiten wir zielstrebig. Unser Know-how setzen wir ein für umweltschonende Lösungen und energiesparende Produkte.

AUSGEWÄHLTE MASSNAHMEN 2016

  • Inbetriebnahme Windparks Hatten und Köhlen
  • Energiemanagement ausgeweitet: Mit EWE AG, EWE NETZ und EWE WASSER nun elf Gesellschaften im Konzern zertifiziert:
    • EWE AG: In Zusammenarbeit mit EWE TEL rund 1 Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom in einem Rechenzentrum eingespart. Maßnahme: Kühlung in den Serverräumen optimiert
    • EWE NETZ: Gasdruckregelanlagen als einen der Hauptenergieverbraucher identifiziert. Maßnahme: Prüfung auf Optimierung des Prozesses der Gasvorwärmung
    • EWE WASSER: Strombedarf für das Pumpwerk der Abwasserreinigungsanlage Cuxhaven um ca. 90 Prozent reduziert. Maßnahme: Modernisierung des Ablaufpumpwerks

Wertschöpfung

Ausbau der Windkraft
24 neue Anlagen mit einer Leistung von insgesamt fast 75 Megawatt (MW) sind 2016 ans Netz gegangen. Zum Teil hat EWE Anwohner und Grundbesitzer, etwa über ein Sparbriefmodell, an den Anlagen beteiligt.
Fortgesetzte Reduzierung des Energieverbrauchs

2016 haben wir unser Ziel von zwölf bis zum Jahr 2020 zertifizierten Gesellschaften schon fast erreicht. Auf der Grundlage konkreter Einsparziele in den Gesellschaften identifizieren wir kontinuierlich Einsparpotenzial und leiten daraus konkrete Maßnahmen zum Energiesparen ab.
Vorübergehender Anstieg der spezifischen CO2-Emissionen aus der Stromproduktion

2016 haben sich die spezifischen CO2-Emissionen des von EWE erzeugten Stroms gegenüber 2015 erhöht (siehe Schaubild). Dennoch gehen wir davon aus, bis 2020 das Ziel einer Reduzierung um 40 Prozent gegenüber 2005 zu erreichen. 2016 liegt die Reduktion bei 32 Prozent gegenüber 2005. Um das Ziel zu erreichen, werden wir die Windenergie in den nächsten Jahren verstärkt ausbauen, auch in Zusammenarbeit mit Bürgern und Partnerunternehmen. Aktuell beteiligt sich EWE u. a. mit 37,5 Prozent am Offshore-Windpark Trianel Borkum II.