Verantwortungs­volle Unternehmens­führung

Unser Verhaltenskodex

Für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung sind Integrität und transparente Geschäftsabläufe wesentliche Voraussetzungen. In dem 2012 eingeführten EWE-Verhaltenskodex sind die Prinzipien unseres Handelns festgelegt. Der Kodex richtet sich an den Maximen Nachhaltigkeit, Fairness und Sicherheit aus und stellt unter anderem Regeln zur Vermeidung von Interessenkonflikten sowie zum Umgang mit Geschäftspartnern, Geschenken und sensiblen Unternehmensinformationen auf.
www.ewe.com/compliance

Gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten als oberste Unternehmensmaxime: 2016 nahmen rund 5.300 Mitarbeiter des EWE-Konzerns an internen Schulungsmaßnahmen zu Compliance-Sachverhalten teil, das entspricht rund 75 Prozent unserer Mitarbeiter in Deutschland. Um den Verhaltenskodex konzernweit zu etablieren, wurde das Regelwerk 2016 auch in den türkischen Tochtergesellschaften eingeführt. In den polnischen Gesellschaften trat der Kodex bereits 2014 in Kraft.

Zuwendungen des EWE-Konzerns und der EWE Stiftung

Spenden sind Teil des gesellschaftlichen Engagements von EWE. Wir verstehen uns als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen mit nachhaltigem Geschäftsmodell und setzen unsere Mittel für ausgewählte Projekte ein. Unsere Förderschwerpunkte sind Bildung und Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie soziale und humanitäre Angelegenheiten. Im Jahr 2016 betrug das Spendenaufkommen von EWE 6,6 Mio. Euro.

Im Berichtsjahr wurde die Spendenvergabe im Konzern neu geregelt. Eine Folge ist, dass das gemeinnützige Engagement zukünftig maßgeblich in der rechtlich selbstständigen EWE Stiftung gebündelt wird. Der ehrenamtlich tätige Stiftungsvorstand entscheidet selbstständig und weisungsfrei im Rahmen der Stiftungssatzung über eingehende Förderanträge. Die EWE Stiftung wird von der Niedersächsischen Stiftungsaufsicht sowie dem Finanzamt kontrolliert. Um noch wirksamer und umfangreicher gemeinnützige Projekte fördern zu können, wurde das Stiftungskapital auf 50 Mio. Euro erhöht.
www.ewe-stiftung.de

Sponsoring ist ein Bestandteil der Kundenkommunikation von EWE. Neben Marken- und Vertriebszielen erfüllt das Sponsoring weitere Unternehmensziele, wie die Erhöhung der Standortattraktivität, und trägt zudem der gesellschaftlichen Verantwortung des EWE-Konzerns Rechnung. Unsere Sponsoring-Aktivitäten überprüfen wir regelmäßig. 2016 fiel die Entscheidung, einzelne Engagements im Sportbereich in den kommenden Jahren stufenweise zu reduzieren. Grund dafür sind geplante Kostensenkungen.

Unser Lieferantenkodex

EWE übernimmt über die Unternehmensgrenzen hinaus Verantwortung für seine Geschäftsaktivitäten und hat dafür im Jahr 2015 einen Lieferantenkodex eingeführt. Er enthält Grundsätze zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit, Gesundheit, Umweltschutz und Geschäftsintegrität. Auch 2016 haben wir entsprechende Erklärungen bei unseren Geschäftspartnern eingeholt.
www.ewe.com/compliance

Informationssicherheit

Informationen spielen eine wichtige Rolle im EWE-Geschäftsmodell. Informationssicherheit ist dabei ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg. Zu ihrer Sicherstellung etabliert EWE konzernweit Informationssicherheitsmanagementsysteme. Diese orientieren sich am Standard DIN ISO 27001. Den Handlungsrahmen gibt die Konzernrichtlinie Informationssicherheit vor.

Wechsel in Aufsichtsrat und Vorstand

Am 21. April 2016 endeten die Aufsichtsratsmitgliedschaften von Stefan Brok, Dr. Frank Mastiaux und Dr. Hans-Josef Zimmer. Die Hauptversammlung wählte daraufhin am 17. Mai 2016 Peter Bohlmann und Beatrix Kuhl zu ihren Nachfolgern. Auch Dr. Frank Mastiaux wurde erneut in den Aufsichtsrat berufen. Bereits am 31. Januar 2016 schied Jürgen Humer aus dem Aufsichtsrat aus. Ihm folgte durch gerichtliche Bestellung am 28. April 2016 Heike Klattenhoff. Dr. Frank Mastiaux wurde am 17. Juni 2016 erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Der Vorstand der EWE AG besteht aktuell aus zwei Mitgliedern. Mit Wirkung zum 1. März 2016 trat Wolfgang Mücher in den Vorstand ein. Er verantwortet das Ressort Finanzen. Nikolaus Behr legte sein Amt als Vorstand Personal und IT am 19. September 2016 nieder. Ines Kolmsee, Vorstand Technik, schied zum 1. Januar 2017 aus dem Vorstand aus. Am 22. Februar 2017 folgte der Aufsichtsrat der Präsidiumsempfehlung und entzog Matthias Brückmann das Vorstandsmandat. Über die Neubesetzung des Vorstands wird der Aufsichtsrat in einer der kommenden Sitzungen befinden.

Frauenanteil in Führungspositionen

EWE möchte den Anteil von Frauen in Führungspositionen in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Dazu setzen wir auf bewährte und neue Angebote, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu stärken und die Vielfalt in der Berufs- und Karriereorientierung zu fördern.

Schlüsselpositionen sollen unabhängig vom Geschlecht mit den am besten geeigneten Kandidaten besetzt werden. Um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen zu gewährleisten, hat EWE entsprechend den gesetzlichen Vorgaben den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und Geschäftsführungen sowie den beiden oberen Führungsebenen mit den folgenden Quoten festgelegt:

Zielquoten für den Aufsichtsrat bzw. Vorstand der EWE AG
 
 
Gremium bzw.
Führungsebene
Frauenquote
(Stichtag 31.12.2016)
Zielquote bis
30.6.2017
Festgelegt
durch:
Aufsichtsrat15,0 %5,0 %Aufsichtsrat der
Vorstand20,0 %20,0 %EWE AG
Zielquoten für die beiden oberen Führungsebenen der EWE AG
 
 
FührungsebeneFrauenquote
(Stichtag 31.12.2016)
Zielquote bis
30.6.2017
Festgelegt
durch:
Abteilungsleitung12,0 %12,5 %Vorstand der
Gruppenleitung15,0 %24,4 % EWE AG

Risikovorsorge

Um potenzielle Risiken und Chancen der Geschäftstätigkeit frühzeitig erkennen und aktiv steuern zu können, hat EWE ein integriertes Risiko- und Chancenmanagement im Konzern etabliert. Dieses führt regelmäßige Analysen von Risiken und Chancen durch. Der Konzernvorstand und die Aufsichtsgremien werden über die Ergebnisse quartalsweise informiert.
Siehe PDF Integrierter Bericht, Seite 55.

Krisen- und Notfallmanagement

Wir haben ein Krisen- und Notfallmanagement (Business Continuity Management) etabliert, um unsere wichtigsten Geschäftsprozesse und die für ihre Durchführung benötigte Infrastruktur zu schützen und funktionsfähig zu halten. Dazu hat EWE NETZ jene kritischen Geschäftsprozesse und Ressourcen identifiziert, deren Beeinträchtigung bereits nach kurzer Zeit große Schäden bei den Kunden oder finanzielle bzw. Reputationsschäden bei EWE verursachen könnte. Im nächsten Schritt wurden mögliche Bedrohungsszenarien, wie Naturkatastrophen, IT-Ausfälle oder Angriffe auf die Infrastruktur, analysiert und ihre Auswirkungen abgeschätzt. Daraus wurden konkrete Maßnahmen und Pläne abgeleitet, die in solchen Fällen zur Aufrechterhaltung des Betriebs umgesetzt werden. Bis Februar 2017 wurden sämtliche kritischen Prozesse von EWE NETZ in das Krisen- und Notfallmanagement einbezogen.
» G4-14

Transparente Berichterstattung

Für bestmögliche Transparenz unterrichten wir unsere Investoren, die Finanzanalysten, die Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. EWE informiert zweimal im Jahr über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie dessen Chancen und Risiken. Der Jahresabschluss der EWE AG, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht werden innerhalb von 120 Tagen nach Ende des jeweiligen Geschäftsjahres veröffentlicht. Als stets aktuelle Veröffentlichungsplattform nutzt EWE das Internet. Auf der Internetseite des Konzerns besteht Zugriff auf die Termine der wesentlichen Veröffentlichungen und Veranstaltungen, wie den Integrierten Geschäftsbericht und die unterjährigen Finanzberichte (Halbjahresbericht). Neben der regelmäßigen Berichterstattung informieren wir in Ad-hoc-Mitteilungen über nichtöffentlich bekannte Umstände, die geeignet sind, im Falle ihres Bekanntwerdens den Kursverlauf der EWE-Anleihen erheblich zu beeinflussen.